Northrop F-5 Tiger II der Schweizer Luftwaffe

 

Über die Schweizer F-5 Tiger II Flugzeuge mit ihrer Geschichte und seinen Varianten werden eine Menge von Informationen in Publikationen und Internetseiten angeboten. In meinem Bericht möchte ich mich deshalb auf die Einführungszeit der Northrop F-5 Tiger II beschränken.
Auch mein Modell stammt aus den Einführungsjahren 1978/79 bei der Schweizer Luftwaffe.


 

Weitere ausführliche Informationen mit Fotos siehe folgende Webseite der Schweizer Luftwaffe:

 

http://www.lw.admin.ch/internet/luftwaffe/de/home/dokumentation/assets/aircraft/tig5e.html



Northrop Tiger F-5E / F-5F


 

Mit dem Ausscheiden der Venom und dem vermehrten Hunter-Einsatz im Erdkampf ergab sich gegen Ende der Siebzigerjahre eine Lücke im Raumschutz. Diese sollte mit dem Northrop Tiger II F-5E geschlossen werden. Nach eingehender Erprobung beschloss das Parlament 1976 die Beschaffung von 72 Tiger Jagdflugzeugen; davon 66 vom Typ F-5E (Einsitzer) und 6 vom Typ F-5F (Doppelsitzer). Dabei wurden die Einzelteile und Baugruppen in den USA hergestellt und die Endmontage im Eidgenössischen Flugzeugwerk Emmen durchgeführt.
Ein markantes Ereignis war im Verlaufe des Jahres 1978 der Lufttransport der 19 in Grossteile zerlegten «Tiger» mit der «C5 GALAXl» nach Emmen.
Im Oktober 1978 konnte das erste Einsitzer-Flugzeug F-5E der Truppe übergeben werden.



Endmontage F-5E in Emmen

 

Mit dem Zweisitzer F-5F erhielt die Fliegertruppe erstmals ein Flugzeug für die Pilotenausbildung, bei welchem der vordere Pilotenraum absolut identisch mit demjenigen des Einsitzer-Flugzeuges F-5E war. Ende 1978 wurden die ersten F-5F an die Truppe ausgeliefert.

Die anschliessende Umschulung und Einführung dieser neuen Flugzeuge verliefen sowohl fliegerisch wie technisch ohne Probleme. Die Bewährung dieser Tiger-Flugzeuge, besonders hinsichtlich Miliztauglichkeit, führte zu einer Zusatzbeschaffung. Im Jahre 1981 entschied das Parlament eine Flottenvergrösserung um 38 Maschinen, davon wiederum 6 Doppelsitzer vom Typ F-5F. Erneut erfolgte die Endmontage in der Schweiz. Der Abschluss dieser Beschaffung war 1984.
Während die Doppelsitzer F-5F primär der Umschulung und Durchführung von Kontrollflügen dienen, werden die Einsitzer F-5E in den Berufs- wie in den Milizstaffeln vorwiegend für Luftkampfaufgaben eingesetzt. Damit bleibt ihre Bewaffnung auf Kanonen und Infrarot-Lenkwaffen beschränkt. Wenn auch die luftkampfmässigen Einsatzmöglichkeiten, verglichen mit neuen modernen Jagdflugzeugen als etwas limitiert gelten, so erfüllen die Tiger doch im Raumschutz (bis ca. 6000m/M) wertvolle Dienste.



Northrop Tiger F-5E



 

Nach der Beschaffung zusätzlicher 60 «Hunter»- Flugzeuge für den Erdeinsatz in den Jahren 1971 bis 1975 benötigte die Flugwaffe nunmehr ein Flugzeug mit Priorität für den Raumschutz. Ab 1973 erfolgte eine systematische Analyse des Flugzeugmarktes und Evaluation mehrerer Typen. Schon früh­zeitig beschloss der Bundesrat die Evaluation auf ein Flugzeug, nämlich den Tiger F-5E, zu konzentrieren.
Nach eingehender Erprobung konnte der Bundesrat dem Parlament 1975 eine Botschaft für die Beschaffung von 72 Flugzeugen (66 F-5E, 6 F-5F) unterbreiten. In der Frühjahrssession 1976 stimmte das Parlament dem Antrag zu. Sofort begannen die Vorbereitun­gen für die Wieder- bzw. Endmontage in der Schweiz.
Ein markantes Ereignis war im Verlaufe des Jahres 1978 der Lufttransport der 19 in Grossteile zerlegten «Tiger» mit der «C5 GALAXl» nach Emmen.

Im Oktober 1978 konnte die erste F-5E der Truppe übergeben werden

In der Schweiz im Einsatz seit 1978 / 1981 bis auf weiteres
Anzahl beschaffter Flugzeuge; 66 / 32
Immatrikulation          J-3001 bis J-3066 / J-3067 bis J-3098
Anzahl Flugzeuge noch im Einsatz: 42 (2009)

13 Flugzeuge wurden in den USA fertig fabriziert, eingeflogen und anschliessend für den Lufttransport in grössere Teile zerlegt. Die Wiedermontage erfolgte im Flugzeugwerk Emmen. Für 53 Flugzeuge erfolgte die Endmontage im Flugzeugwerk Emmen, nachdem die sogenannten «shipsets» per Flugzeug in die Schweiz gebracht wurden

1981 gab es eine Zusatzbeschaffung von 38 Maschinen, davon wiederum 6 Doppelsitzer vom Typ F-5F. Erneut erfolgte die Endmontage in der Schweiz. Der Abschluss dieser Beschaffung war 1984.

 

 

Entwicklungsfirma:

Northrop Corporation, Aircraft Division, Hawthorne, Kalifornien, USA

 

Hersteller:

Northrop Corporation, Aircraft Division, Hawthorne, Kalifornien, USA
Eidg. Flugzeugwerk (F+W) Emmen, Wieder- bzw.Endmontage

 

Verwendungszweck:

Raumschutz

 

Baujahr:

1976

 

Besatzung:

1 Pilot





 

Technische Daten

 

Bauart

freitragender Tiefdecker, gepfeilter Trapezflügel, Ganzmetall

Abmessungen

Spannweite inkl. Werferschienen 8,13 m; Länge 14,68 m; Höhe 4,06 m; Bezugsfläche 17,30 m2

Gewicht

Rüstgewicht 4760 kg; Zuladung 2500 kg bzw. 3510 kg; max. Abfluggewicht 10900 kg

Triebwerke

Entwicklungsfirma: General Electric, Aircraft, Engine Group, Lynn, Massachusetts, USA
Hersteller: General Electric, Aircraft Engine Group, Lynn, Massachusetts, USA
Typ: Axial-Turbo-Strahltriebwerk Kompressor: axial, 9stufig
Verdichtungsverhältnis: 8,3:1; Luftdurchsatz 24 kp/s; Turbine: axial, 2stufig;
Leerlauf-Drehzahl am Stand: 8300 U/min; Vollastdrehzahl am Stand: 16600 U/min; Schubdüsendurchmesser-Verstellbereich: 29,7 cm bis 41,1 cm;
Standschub ohne Nachbrenner: je 1588 kp; Standschub mit Nachbrenner: je 2268 kp

Ausrüstungen

Schleudersitz, Druckkabine, Einziehfahrwerk, Radbremsen, Landebremsschirm, Nasen- und Hinterkantenklappen, Luftbremsen, Fanghaken, Sauerstoffgerät, Funk-, Feuerleit- und Navigationssysteme,
Blind- und Nachtflugausrüstungen, EKF-Ausrüstungen

Bewaffnung

Kanonen, Lenkwaffen


 

Flugleistungen

 

Ve max. horizontal                            
max. Steigleistung                            
max. Einsatzhöhe                           
Flugdauer Reichweite (Radius) 
       

1700 km, bzw. Mach 1,64
174 m/s
16000 m ü. M.
2 Std., 1056 km



Start auf der Autobahn

Start auf der Autobahn

Landung auf der Autobahn

Die J-3003 über den Alpen

Die J-3003 1979 in Dübendorf

Die J-3007 1979 in Dübendorf

 

Die sehr seltenen Fotos der F-5E nach der Einführung bei der Schweizer Luftwaffe wurden freundlicherweise vom Archiv des Flieger Flab Museums in Dübendorf für den Modellbaubericht zur
Verfügung gestellt



 

Auch diese eher raren Fotos der F-5E aus den 80er Jahren wurden freundlicherweise unter Copyright von Herrn Joop de Groot für den Modellbaubericht zur Verfügung gestellt


F-5E Dübendorf 1984

F-5E mit heller Radarnase Dübendorf 1989
 

Im Rahmen des normalen Änderungsdienstes des Eidgenössischen Flugzeugwerkes Emmen wurde im Jahr 1982 auf dem System F-5 (siehe Rumpfrücken) die
Funk VHF Antenne (VHF Radioinstallationen) eingeführt

(Quelle Schweizer Luftwaffe)


  Weitere ausführliche Informationen und Fotos über die Schweizer F-5 Tigerflugzeuge sind auch auf der folgenden Homepage von Hermann Keist ersichtlich

http://www.hermannkeist.ch/saf/Tiger/daten.htm


 

Folgende Fotos der F-5E wurden freundlicherweise unter Copyright von Herrn Hermann Keist für den Modellbaubericht zur Verfügung gestellt.


Die F-5F J-3003 im Tigerlook

Tiger J-3003. Letzte Landung in Emmen. Der Tiger hat ca. 2500 Flugstunden.


Am 30.6.04 überflog Toni Locher den in den Tigerfarben gehaltene J-3003 von Buochs nach Emmen. Dies war der vorläufig letzte Flug, zumindest in Schweizer Farben. Der Tiger-Tiger wird in naher Zukunft bei der US Navy im Einsatz als Aggressor weiter fliegen. Der Tiger J-30003 wurde am 1.9.2001 in Emmen erstmals im Tigerfell präsentiert.


Am 30.06.2004 konnte man den Tiger-Tiger J-3003 zum letzten Mal in der Schweiz sehen. Er wurde von Buochs nach Emmen überflogen und wird dann von dort mit einer US Air Force Hercules in die USA transportiert.



F-5E der Patrouille Suisse

Ab 1995 auf Northrop F-5E Tiger II


Landung in Emmen



Webseite Schweizer Luftwaffe



http://www.lw.admin.ch/internet/luftwaffe/de/home/verbaende/einsatz_lw/kunstflugteam/ps.html


Foto Copyright Schweizer Luftwaffe



Northrop Tiger F-5F


 

Entwicklungsfirma

Northrop Corporation, Aircraft Division, Hawthorne, Kalifornien, USA

Hersteller

Northrop Corporation, Aircraft Division, Hawthorne, Kalifornien, USA
Eidg. Flugzeugwerk (F+W) Emmen, Wiedermontage

Baujahr

1976

Verwendungszweck

Ausbildung, Raumschutz, EKF

Besatzung

1 Pilot, 1 Fluglehrer oder E-Operator

Anzahl beschaffter Flugzeuge

6

 

Diese Flugzeuge wurden in den USA fertig fabriziert, eingeflogen und anschliessend für den Lufttransport in grössere Teile zerlegt. Die Wiedermontage erfolgte im Eidg. Flugzeugwerk, Emmen

 

Immatrikulation

 

J-3201 bis J-3212


 

Technische Daten

 

Bauart

freitragender Tiefecker, gepfeilter Trapezflügel, Ganzmetall

Abmessungen

Spannweite inkl. Werferschienen 8,13 m; Länge 15,75 m; Höhe 4,01 m; Bezugsfläche 17,30 m2

Gewicht

Rüstgewicht 5050 kg; Zuladung 2470 kg bzw. 3480 kg; max. Abfluggewicht 11 060 kg

Triebwerk

Model: J85-GE-21A (2 pro Flugzeug)
Entwicklungsfirma: General Electric, Aircraft, Engine Group, Lynn, Massachusetts, USA
Hersteller: General Electric, Aircraft Engine, Group, Lynn, Massachusetts, USA
Typ: Axiai-Turbo-Strahltriebwerk Kompressor: axial, 9stufig
Verdichtungsverhältnis: 8,3:1; Luftdurchsatz 24 kp/s; Turbine: axial, 2stufig
Leerlauf-Drehzahl am Stand: 8300 U/min; Vollast-Drehzahl am Stand: 16600 U/min; Schubdüsendurchmesser-Verstellbereich: 29,7 cm bis 41,1 cm;
Standschub ohne Nachbrenner: je 1588 kp; Standschub mit Nachbrenner: je 2268 kp

Ausrüstungen

Schleudersitze, Druckkabine, Einziehfahrwerk, Radbremsen, Landebremsschirm, Nasen- und Hinterkantenklappen, Luftbremsen, Fanghaken, Sauerstoffgeräte (flüssig), Funk-, Feuerleit- und Navigationssysteme, Blind- und Nachtflugausrüstung, EKF-Ausrüstungen

Bewaffnung

Kanone, Lenkwaffen


 

Flugleistungen

 

Ve max. horizontal max     
Steigleistung max.                              
Einsatzhöhe                                        
Flugdauer
Reichweite ( Radius )
                  

     

1630 km, bzw. Mach 1,56
166 m/s
16000 m ü. M.
2 Std.
956 km


 

Die Beschaffung von 72 «Tigers-Flugzeugen für die Fliegertruppe enthielt ebenfalls sechs Zweisitzerflugzeuge F-5F. Mit diesem Zweisitzer erhielt die Fliegertruppe erstmals ein Flugzeug, bei welchem der vordere Pilotenraum absolut identisch mit demjenigen des Einsitzerflugzeuges ist. Ende 1978 wurden die ersten F-5F an die Truppe abgeliefert und bewährten sich sehr gut, vor allem für die Pilotenausbildung.






Die F-5F 1984 in Dübendorf


Foto Copyright Joop de Groot


Die F-5F 1989 in Dübendorf


Foto Copyright Joop de Groot


  « Seitenanfang »  
Erbauer & Bericht : Helmut Dominik / IPMS Bern


 


 
 
© Copyright by IPMS Sektion Bern