
2x Leoparden 2 der neuen Art
In der Zoologie und somit in der Fauna würde eine genaueste DNA-Analyse darüber Aufschluß geben, ob es sich hier um eine neue Art oder doch lediglich nur um eine Mutation handelt.
Bei beiden kürzlich auf dem Markt erschienen neuen Varianten des Kampfpanzers Leopard 2 bin ich eher unschlüssig und würde auf Mutation beim A-RC 3.0 und auf Variante beim A8 setzen.
Der geneigte Leser mag sich sein eigenes Urteil bilden.
Autor:
Von Lothar Limprecht
Fotos, sofern nicht anders angegeben: Lothar Limprecht
Der Leopard 2 A8 (Bild 1) ist die neueste und modernste Variante der legendären Kampfpanzer-Familie. Er ist kein Upgrade, sondern wird von KNDS komplett neu gebaut. Die Bundeswehr hat 123 Exemplare bestellt, die zwischen 2027 und 2030 zulaufen sollen. Hauptmerkmale sind u.a. das integrierte Hard-Kill-Schutzsystem "Trophy" und verstärkter Minenschutz. Der A8 basiert technologisch auf dem 2A7 A1, setzt jedoch auf eine runderneuerte Systemarchitektur, verbesserte Sensoren und stärkere Stromversorgung.
KNDS Deutschland (ehemals KMW) hat seinen Kampfpanzer Leopard 2 mit einem unbemannten Turm entwickelt (Bild 2). Das System trägt den Namen Leopard 2 A-RC 3.0. KNDS sieht den Leopard 2 A-RC 3.0 als mögliche Brückenlösung bis zur Einführung des zukünftigen Main Ground Combat System (MGCS) und somit als dessen technologischen Vorläufer. Laut KNDS soll der unbemannte Turm auf verschiedene Kaliber anpassbar sein. Die Hauptbewaffnung ist eine NATO 120mm L55 oder eine L44 mit 130mm oder 140mm, alles Glattrohrkanonen von Rheinmetall. Durch den unbemannten Turm lässt sich zudem ein größerer Schutz der in der Fahrzeugwanne befindlichen drei Besatzungsmitglieder erreichen, hinzu kommen weitere Neuerungen für eine leichtere Bedienbarkeit. Das neue Turmkonzept ist kompatibel mit allen eingeführten Leopard-Varianten, da das Fahrgestell und der Drehkranz nicht verändert wurden.
Tipps aus dem Zusammenbau
Es liegt mir fern, die bereits veröffentlichten Modellberichte des ModellFan zu beiden Varianten zu kommentieren, ggf. nachzubessern, sondern es sollen lediglich exemplarisch ausgewählte eigene Feststellungen und Besonderheiten beim Zusammenbau der Modelle ergänzend aufgezeigt werden.
Die Fahrgestelle beider Fahrzeuge, also demgemäß auch der Modelle, sind identisch und folgerichtig auch alle Feststellungen hierzu. Die Drehstäbe sind beweglich und somit ließen sich idealerweise, wollte man dies, die Fahrgestelle auch an unebenen Boden eines Diorama anpassen. Nur wer will das schon ? Hingegen ist man gehalten die Montage des Laufwerks nicht nur sorgfältig vorzunehmen, sondern auch so auszurichten, ggf. auch zugleich fest zu fixieren, um späterhin keine „springenden“ Räder vorzufinden. Auch mutet mir die aus jeweils drei miteinander zu verbinden Bauteilen zu gestaltende Einzelgliederkette als zu viel des Guten an, denn der Bausatzkarton ist nahezu mit seinen fünf Spritzrahmen für die Kettenstränge zur Hälfte gefüllt (Bild 3). Wenn man sich solch eintöniges Zusammenfügen von jeweils 84 Kettenglieder je Seite ersparen möchte, ist man mit jenen in Form und Umfang treffend gestalteten Kettenstränge des Revell-Kits „Leopard 2 A7A1“ aus Weichplastik (Vinyl) besser bedient (Bild 4). Sind diese erstmal fertig montiert, lackiert und farbig ausgestaltet, sind Unterschiede auch fotografisch nicht mehr auszumachen. Als Ersatzteil bei Revell bestellt, kosten diese zudem auch nur einen Bruchteil von anderen „After-Market“-Produkten.
Ob die Gestaltung der „Engine Inlet Ports“ mit in runder Form zu biegenden PE-Teilen nötig ist, wage ich zudem zu bezweifeln. Das ließe sich auch fertigungstechnisch ansprechend gestalten, zumal man beim Ankleben, das Zusammenkleben der eigenen Finger vermeiden könnte.
Die beiden an den Turmseiten anzubringenden und als 3D-Parts beigegebenen Staukörbe des Leopard A8 sind zwar „wunderhübsch“, aber gänzlich anders als wie die des Roll-Out anhand der Fotos von KNDS im Tankograd-Militärfahrzeug-Sonderband No.92 dargestellt. Die Bausatz eigenen Teilen sind folglich eher dem A7 zuzuordnen (Bild 5).
Alle vorangesagten Ausführungen meinerseits zum A8 treffen für das Fahrwerk des Demonstrators Leopard 2 A-RC 3.0 gleichermaßen zu. Auch empfiehlt sich hinsichtlich der Wannenverkleidung alles genauestens zu montieren, denn die zusätzliche Schutzhaube der Wannenober- und Seitenteile paßt nunmal nicht so recht ohne Montagespalten und Schlitze zu hinterlassen (Bild 6).
Bild 5:
Die beiden offenen Staukörbe an AmusingHobby’s Leopard 2 A8 sind jenen der Vorgängerversion entlehnt und in der Serie nunmehr geschlossen und formverändert







