Die Fertigung des KdF-Wagens wurde bekanntermaßen zugunsten des Kübelwagens bei Kriegsbeginn eingestellt. Dennoch wurden auf dem Kübelchassis Aufbauten der VW-Limousine, also des KdF-Wagens, vorgenommen. Charakteristisches Kennzeichen dieser Fahrzeuge war ihre hochbeinige Bauart. Diese Geländekäfer erhielten die Bezeichnung Typ 92 und ab April 1943 Typ 82 E. Die Produktion lief in sehr geringen Stückzahlen. Auf der Basis des VW 82 E entstanden auch zwei Lieferwagen: ein Fahrzeug mit Pritschenaufbau (Typ 825) und eines mit Kastenaufbau. Beim VW-Pritschenwagen, Typ 825, erlaubten eine Luke auf dem Pritschenboden und zwei kleine Flügeltüren am Heck den Zugang zum Motor.

Skizze vom Volkswagen Typ 825 "Pritschenwagen"

Bei dieser Draufsicht ist die Luke auf dem Pritschenboden sehr gut zu erkennen.

Bei dieser Heckansicht sind die zwei kleine Flügeltüren sehr gut zu sehen.

Ein Spritzast mit allen Bauteilen der VW-Limousine wird durch die Umrüstteile aus Kunstharz für den Pritschenaufbau als auch durch einen Ätzteilbogen mit WH- oder WL-Zulassungsschilder aus der Fabrikation EDUARD wirkungsvoll ergänzt. Die separat verpackten Klarsichtteile sind schlierenfrei und in einem gesonderten Kunststofftütchen gegen Verkratzen geschützt. Bei der Abtrennung des Fahrzeughecks nicht unmittelbar an den vorderen Türen ansetzen. Es sollte schon ein Steg von 1,0 mm stehenbleiben. Den entstehenden Spalt zwischen Dach und Rückwand der Pritsche verschließt man mittels eines Streifens aus Evergreen „plastic sheet“ und Spachtelmasse… und wie die beiden Fotos „Draufsicht“ und „Bodenwanne“ bezeugen, klappt das ausgezeichnet.

Bodenwanne des Volkswagen Typ 825 "Pritschenwagen"

Der Träger des Zulassungsschildes und der Rückleuchte ist durch Kürzen des rechten Trägerarms anzupassen, anderenfalls stünde dies entweder über und würde das Öffnen der linken Hecktür zu Motor verhindern oder befände sich unausgerichtet montiert am Fahrzeug.

Lackierung in Panzergrau oder Dreifarbtonanstrich.

Das lackierte Fahrzeug im Dreifarbtonanstrich.

Ich empfehle eine panzergraue Grundierung und darüber das allseits bekannte Sandgelb mit den Ergänzungstarnfarben Rotbraun und Olivgrün setzen. Übrigens, die Tamiya-Räder des Kübelwagens verwenden, denn sie sind konkurrenzlos besser als diejenigen von CMK.

Radvergleich

Rädervergleich

In der Diashow werden Bilder vom fertig gebauten Volkswagen Typ 825 "Pritschenwagen" gezeigt. Lehnen sie sich zurück und geniesse sie die Bilder von diesem seltenen Fahrzeug.

Seit dem seinerzeitigen Zusammenbau des Modells sind zwei Jahrzehnte ins Land gegangen. Special Armour,  die  Militärmodell-Linie  von  Special  Hobby,  brachte  vor einiger Zeit  die ehemaligen CMK Bausätze des VW Typ 825 „PickUp“ (Pritsche) mit Nummer Special Armour No. 35007 und den VW Typ 83 Kastenwagen  mit der Nummer Special Armour No. 35005  in den Handel zurück.

Autor

Text: Lothar Limprecht

Fotos: Lothar Limprecht